Das letzte Richtfest im „Quartier Arte“

285 Wohneinheiten hat die Nassauische Heimstätte mit ihrer Entwicklungsmarke NH ProjektStadt seit 2007 im Künstlerviertel realisiert

33 Eigentumswohnungen und 12 Reihenhäuser realisiert die NH ProjektStadt GmbH aktuell im letzten Bauabschnitts ihres Quartiers "Arte" im Wiesbadener Künstlerviertel. Foto: NHPS/Marc Strohfeldt

Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer und Oberbürgermeister Sven Gerich beim Richtfest im Wiesbadener Künstlerviertel. Foto: NHPS/Marc Strohfeldt

Eigentumswohnungen der NH ProjektStadt GmbH im letzten Bauabschnitt des „Quartier Arte“ im Wiesbadener Künstlerviertel. Visualisierung: NH ProjektStadt GmbH

Wiesbaden - Wenn die 33 Eigentumswohnungen und 12 Reihenhäuser des letzten Bauabschnitts im „Quartier Arte“ Mitte nächsten Jahres fertiggestellt sind, geht ein langjähriges und erfolgreiches Engagement der Nassauischen Heimstätte in einer der größten Konversionsflächen Wiesbadens zu Ende. „Wir haben 2007 als Pioniere die Bebauung des Künstlerviertels begonnen. In fünf Bauabschnitten haben wir bezahlbaren Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen geschaffen und damit unseren Gesellschaftsauftrag erfüllt“, sagte die Geschäftsführerin des hessischen Wohnungsunternehmens Monika Fontaine-Kretschmer anlässlich des Richtfestes am 14. Februar im Künstlerviertel. 285 Wohneinheiten mit einer Wohnfläche von insgesamt 26.375 qm hat die Nassauische Heimstätte mit ihrer Marke NH ProjektStadt seither auf ihrem rund 28.500 qm großen Grundstück gebaut und erfolgreich vermarktet. Das ist rund ein Drittel des gesamten Künstlerviertels. Der aktuelle Bauabschnitt umfasst dabei nur noch neun Zwei-Zimmer-Wohnungen mit rund 64 qm sowie 24 Drei-Zimmer-Wohnungen zwischen 80 und 95 qm. Die Reihenhäuser mit einer Wohnfläche von rund 121 qm haben vier oder fünf Zimmer. 18 Stellplätze sind unterirdisch, 27 Stellplätze oberirdisch angeordnet.   

Glücksfall für die Stadt

Die innenstadtnahe Konversionsfläche des ehemaligen Güterbahnhofes bezeichnete Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich als großen Glücksfall für seine Stadt. „Wir hatten hier die Chance, ein breites Wohnangebot, vor allem für Familien, in zentraler Lage der Landeshauptstadt zu realisieren. Es ist ein eigener kleiner und abwechslungsreicher Stadtteil für rund 1.500 Menschen entstanden mit Geschäften, einer Schule und einem Kindergarten sowie ansprechenden Plätzen und Grünflächen. Die Nassauische Heimstätte gehörte zu den Wegbereitern einer positiven Nachnutzungsstrategie und hat in ihrem „Quartier Arte“ mit dem Städtebau und in der Architektursprache wirklich Maßstäbe gesetzt.“

Autofreie Wohnhöfe mit markanten Gestaltungselementen

228 Wohnungen, davon 34 als Maisonetten, und 57 Reiheneigenheime sind im Lauf der Zeit entstanden. 206 Wohneinheiten sind als Immobilieneigentum verkauft worden. 22 Mietwohnungen im geförderten Wohnungsbau hat die Nassauische Heimstätte im eigenen Wohnungsbestand behalten. Auf Grundlage des städtebaulichen Entwurfs des Künstlerviertels wurden die insgesamt sechs Baufelder des „Quartier Arte“ als autofreie Wohnhöfe realisiert. Sie werden von einer Randbebauung begrenzt, die wie die Flügel einer Windmühle angeordnet wurden und das Quartier mit Wohnwegen und Parkflächen abwechslungsreich gliedern. Markant ist das aus einem künstlerischen Wettbewerb hervorgegangene System der Innenhofgestaltung sowie der Wege- und Hausmarkierung. Die Höhendifferenz zwischen der ansteigenden nördlichen Begrenzungsstraße „Im Rad“ und der ebenen Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs vermittelt dreigeschossiger Geschosswohnungsbau, der sich an der zentralen Erschließung Merianstraße entlangzieht und an der Zufahrt zum Quartier durch zwei zusätzliche Geschosse betont wird. Die rückwärtige Bebauung um die Höfe ist überwiegend niedriger und besteht aus unterschiedlichen Haustypen von Reihen- oder Doppelhäusern und Geschosswohnungen.

Bebauungskonzept der Nachfrage angepasst

Die Eigentumswohnungen und Häuser wurden in einer Preisspanne von 2.400 bis 4.000 Euro pro qm verkauft. „Für Wiesbadener Verhältnisse sind das sehr vernünftige Preise“, betont Fontaine-Kretschmer. „21 Reihenhäuser haben wir mit einem Kinderbonus von 5.000 Euro vermarktet, um einen zusätzlichen Anreiz für Familien zu schaffen.“ Sie ergänzt: „Wir hatten ursprünglich mehr Reiheneigenheime vorgesehen, aber im Verlauf der Vermarktung gemerkt, dass Eigentumswohnungen viel stärker nachgefragt werden. Es ist zum einen ein Beweis für die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtentwicklungsgesellschaft und den Planungsbehörden der Stadt, dass wir quasi im laufenden Prozess unser Konzept anpassen konnten. Zum anderen zeichnet diese Flexibilität unseren robusten städtebaulichen Entwurf aus, der Umplanungen verträgt ohne Raum- und Aufenthaltsqualitäten einzubüßen“. Zum Quartiersplatz im Süden entstanden geförderte Wohnungen als Maisonetten. Sämtlichen Dachgeschosswohnungen haben großzügige Dachterrassen, den Erdgeschosswohnungen sind Gärten an den gemeinsamen Höfen zugeordnet. Eigenheime und Maisonetten verfügen über eigene Zugänge mit kleinen Vorgärten und vermitteln damit Naturnähe in urbaner Dichte. Sechs verschiedene Architekten sorgten für eine abwechslungsreiche Architektursprache.

Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt mit Sitz in Frankfurt am Main und Kassel bietet seit über 90 Jahren umfassende Dienstleistungen in den Bereichen Wohnen, Bauen und Entwickeln. Sie beschäftigt rund 720 Mitarbeiter. Mit rund 60.000 Mietwohnungen in 140 Städten und Gemeinden gehört sie zu den führenden deutschen Wohnungsunternehmen. Der Wohnungsbestand wird aktuell von rund 260 Mitarbeitern in vier Regional-, untergliedert in 13 Service-Centern, betreut. Das Regionalcenter Wiesbaden bewirtschaftet rund 11.600 Wohnungen, darunter rund 5.500 Wohnungen direkt in Wiesbaden, und hat mit dem Servicecenter in Darmstadt eine Außenstelle. Unter der Marke „NH ProjektStadt“ werden Kompetenzfelder gebündelt, um nachhaltige Stadt- und Projektentwicklungsaufgaben durchzuführen.

 

 

Mehr Bilder